Botanischer Garten

Der Botanische Garten von Peking liegt am Fuß der Westberge und befindet sich außerhalb im Nordwesten der Stadt zwischen Xiangshan-Park und dem Tempel des liegenden Buddhas (Wofosi).


Dieser Botanische Garten wurde im Jahr 1955 errichtet. Es erstreckt sich über ein Gebiet von 564.000 m² und hat somit eher die Größe eines Stadtwaldes. In dieser großen Gartenanlage befinden sich unter anderem Gartenflächen mit Bäumen und Büschen, mit winterbeständigen Knollen, ein Rosengarten, ein Pfingstrosengarten und ein traditionell chinesischer Garten mit medizinischen Kräutern. Darüber hinaus gibt es Flächen mit wilden Früchten, mit Wasserpflanzen und Weinreben sowie vom Aussterben bedrohten Pflanzen. Außerdem findet man im Botanischen Garten von Peking ein Tropenhaus für tropische und subtropische Pflanzen sowie eine Vielzahl buddhistischer Tempel.

In dem Botanischen Garten von Peking sind insgesamt 6000 Pflanzenarten zu Hause, darunter 2000 Baum- und Buscharten, 1620 Arten von tropischen und subtropischen Pflanzen, 500 Blumenarten und 1900 Obstbaumarten, Wasserpflanzen und traditionell chinesische Pflanzen. Das Gewächshaus bzw. Tropenhaus gilt als eines der Hauptattraktionen des Botanischen Gartens (separater Eintritt). Der erste Raum ist gefüllt mit immergrünen Pflanzen und Mitgliedern der Palmen Familie. Der zweite Raum des Gewächshauses ist tropischen Wasserpflanzen wie der Seerose und der Taro-Pflanze gewidmet. Der dritte Raum stellt gerwerbliche Pflanzen sowie ihre Zucht und Vermehrung aus. Hier findet man unter anderem Exemplare des dreiblättrigen Gummibaums, Kakao- und Kaffeebäume und die zuckerproduzierende, süß-blättrige Chrysantheme, welche vom Ausland nach China eingeführt wurde. Zudem gibt es Räume, die medizinische Pflanzen, aromatische Pflanzen und Saftpflanzen zeigen. Die Ausstellung der Zierpflanzen ist mit seinen unzähligen Blumen und Gräsern besonders beeindruckend. Es gibt dort über 300 verschiedene Arten der Orchidee, worunter sich auch eine wurzellose Orchidee befindet, welche feine Haare nutzt, um Wasser und Nährstoffe aus der Luft aufzunehmen.

Doch auch das Freigelände ist einen Besuch wert. Es bietet eine angenehme Abwechslung zum Stress und Verkehrschaos in dieser Metropolenstadt. Für Touristen, die sich nur kurz in Peking aufhalten, mag das Verlangen nach einer grünen Oase vielleicht noch nicht allzu groß sein, aber für alle Auswanderer, Austauschstudenten sowie Schulabsolventen, die ein Gap Year in Peking machen, kann eine Auszeit vom Lärm und Dreck der Großstadt schon mal ein Segen sein. Auf gut gefestigten Wegen kann jeder in seinem eigenen Tempo diesen großen Garten erkunden. Aufgrund seiner Größe lohnt es sich, einen Tagesausflug zum Pekinger Botanischen Garten zu unternehmen. Gerade im Frühling und Sommer gibt es weite, mit Blumen bepflanzte Flächen. Große Felsen, Ruinen und Skulpturen heutiger Künstler setzen Akzente in der insgesamt welligen Gartenlandschaft. Es lohnt sich zudem umliegende Sehenswürdigkeiten zu besuchen wie das Grab von Liang Qichao (23.02.1873 - 19.01.1929), bei dem es sich um einen bedeutsamen Reformer aus der Qing-Zeit handelt. Auch das Bienenzucht-Museum ist einen Besuch wert. Dann wäre da noch das Cao Xueqin Museum. Wie der Name bereits besagt, ist dieses Museum dem Verfasser (ca. 1715-1763) des berühmten chinesischen Romans, “Traum der roten Kammer“, gewidmet.

Datum: Dienstag, 6. Dezember 2011 18:04
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