9999 einhalb Räume - dem Himmel so nah

Der einstige Sitz der chinesischen Kaiser ist heute zu der Attraktion neben der Chinesischen Mauer geworden. Ein Meisterwerk der Architektur seiner Zeit, dass gerade gegenüber europäischen Touristen eine enorme Anziehungskraft besitzt.


Bis ins Jahr 1911 war die Verbotene Stadt jedoch unzugänglich für jeden der nicht zum Apparat des Kaisers gehörte. Mit der Revolution und der damit verbundenen Vertreibung des letzten chinesischen Kaisers wurde die Stadt zugänglich für jeden. Jedoch geriet sie wieder unter Verbot, diesmal durch die Kommunisten, die ihr Land erst in den späten Jahren des letzten Jahrhunderts gegenüber der westlichen Welt öffneten.
Die Verbotene Stadt gehört mit Recht zu den UNESCO-Weltkulturerben und sollte bei jedem Peking Besuch ein absolutes muss sein.

Auf einer Fläche von 720000 Quadratmetern befinden sich 890 Paläste und ebenso viele wenn nicht weit mehr Pavillons. Das Besondere an den Palästen ist sie haben genau 9999 einhalb Räume. Dies hat einen mythologischen Hintergrund. Die Mythologie besagt, dass nur der Himmelspalast 10000 Räume haben durfte und so hatte der Palast der chinesischen Kaiser die sich als Sohn des Himmels sahen 9999 einhalb Räume.
Geschützt vor Eindringlingen und dem eigenen Volk wurde die Verbotene Stadt von einer 10 Meter hohen Mauer und einem Wassergraben. Das bekannteste Tor ist das Mittagstor, das auch als Fünf-Phönix-Tor bekannt ist.
Der viel beschriebene Drachenthron der chinesischen Kaiser stand in der Halle der höchsten Harmonie. Die wichtigsten Zeremonien in der Verbotenen Stadt fanden in dieser Halle statt.
Die Verbotene Stadt gibt Touristen einen Einblick in eine Zeit, die aus heutiger Sicht unbegreifbar scheint.

Datum: Sonntag, 20. Juli 2008 21:52
Trackback: Trackback-URL

Feed zum Beitrag: RSS 2.0
Diesen Artikel kommentieren

Kommentar abgeben

Impessum